NEWS | 02.03.2011

Wettbewerb gewonnen

Der erste Preis im Wettbewerb Archäologisches Zentrum Mainz geht an das Team von the next ENTERprice — architects aus Wien. Mit einem Energiekonzept von Transsolar.

Das Grundstück liegt am südlichen Ende der Altstadt von Mainz, und ist mit dieser über die Achse der Neutorgasse verbunden. Durch die Lage zwischen der Rheinstraße und der erhöhten Eisenbahntrasse (mit dem anschließendem Stadtpark) ist das Grundstück prominent positioniert. Allerdings wird das Gelände als Teil der Peripherie wahrgenommen und ist starken Lärmemissionen ausgesetzt.

Die städtebauliche Aufgabe besteht darin, an dieser Stelle einen neuen, attraktiven Stadteingang auszubilden.

Ziel ist es einen Ort zu generieren, der die benachbarten Bereiche — Altstadt, Park, Hafenviertel — vernetzt und sich zusammen mit dem benachbarten Schifffahrtsmuseum als aktiver Standort für Besucher und Stadtflaneure positioniert.

Dem Grundstück wird ein topographisch ausgebildeter Sockel — das Neutorplateau — hinzugefügt. Das Plateau stellt einen fließenden Übergang zwischen Parklandschaft und Stadtgefüge her und spannt eine Blickachse zwischen Archäologischem Zentrum, Altstadt und Dom auf.

Der Wissenschaftsbereich ist als zweistöckiges Atriumgebäude konzipiert, das aus dem Sockel des Neutorplateaus aufragt. Die Atriumtypologie sorgt einerseits für optimale Belichtung und andererseits für Abschirmung gegen Lärmemissionen.

Der Museumskörper ist das zeichenhafte Element des urbanen Ensembles, der Blickfänger und Schallschlucker. Die Museumsflächen werden als split-levels übereinander angeordnet und sind über einen durchgehenden, von oben belichteten Erschließungsraum verbunden, der den Vorübergehenden Einblick in die Ausstellungsbereiche gewährt.

Durch die Stützenfreiheit der Ausstellungsflächen ist eine hohe Flexibilität für unterschiedliche Ausstellungskonzeptionen berücksichtigt. Die innere Gebäudefigur wird von einer raumbildenden, bereichsweise für Tageslicht durchlässigen Haut umhüllt und wird so zu einer prägnanten, wechselhaften Gestalt. Die Hülle bildet einen Übergangs- und Mittlerraum zwischen Außen und Innen und wirkt abschirmend bzw. schallschluckend auf den Lärm im Außenbereich. Dieser Zwischenraum kann in bestimmten Bereichen — die Einblicke in die Ausstellung bzw. Ausblicke auf die Stadt freigeben — betreten werden. Der Blick auf das heutige Stadtbild fügt sich als weitere chronologisch thematische Station in den Museumsrundgang durch Vorzeit, Römerzeit und frühes Mittelalter.

the next ENTERprice — architects

Wettbewerb Archäologisches Zentrum, Mainz

Wettbewerb Archäologisches Zentrum, Mainz

Wettbewerb Archäologisches Zentrum, Mainz

Wettbewerb Archäologisches Zentrum, Mainz

Wettbewerb Archäologisches Zentrum, Mainz

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Quelle: http://www.thenextenterprise.at 02.03.2011