Skypark Business Center, Luxembourg Airport, Luxemburg

Skypark Business Center, Luxembourg Airport

Das Skypark Business Center ist ein Gebäudekomplex am Flughafen, 6,5 km nordöstlich des Stadtzentrums. Es befindet sich direkt neben dem Passagierterminal, wobei die Flugzeuge in einem Abstand von 50 m zur Fassade parken. Das Gebäude besitzt ein vierstöckiges Parkhaus in Betonbauweise, das teilweise unterirdisch liegt. Das Erdgeschoss aus Beton beherbergt Einzelhandelsgeschäfte, ein Restaurant, einen Fitnessbereich, Gemeinschaftsräume und eine Hotellobby. Im Obergeschoss befinden sich sechs Stockwerke aus Holz, in denen hauptsächlich Büroräume, aber auch Hotelzimmer und ein Kindergarten untergebracht sind.
Das Gebäude wurde in einem integrierten Planungsprozess entwickelt, bei dem Architektur, Hochbau, Maschinenbau, Akustik, Beleuchtung und Energie-/Nachhaltigkeitsberater eng zusammenarbeiteten. Ein sogenanntes nZEB-Gebäude (nearly zero energy building) soll entstehen, das die zukünftigen gesetzlichen Anforderungen an die energetische Performance in Luxemburg erfüllt.
Transsolar als Energie- und Komfortberater unterstützt das Planungsteam bei der Schaffung einer außergewöhnlichen Raumqualität. Die thermischen, visuellen und akustischen Qualitäten des Raums sollten die Produktivität und das Wohlbefinden der Nutzer fördern. Dabei sollen CO2-Fußabdruck, Energieverbrauch und Betriebskosten so weit wie möglich reduziert werden.
Eine hohe Luftqualität für die Büroräume wird durch ein mechanische Quelllüftunssystem gewährleistet. Zusätzlich ermöglichen öffenbare Fenster eine individuelle Lüftung in Richtung des doppelten Fassadenhohlraums. Individuell steuerbare Heizregister an der Fassade und architektonisch gut integrierte Kühldecken sorgen für hohen thermischen Komfort.
Als Hauptbauelement dient Brettsperrholz (CLT), das einen geringeren Energiegehalt als Beton oder Stahl aufweist. Für die Betonwände und -platten des Parkplatzes wird Kies aus dem Aushub verwendet, was die Transportemissionen verringert.
Dachgärten reduzieren den Wärmeinseleffekt und schaffen Räume für die Erholung und das Wohlbefinden der Nutzer. Das Regenwasser wird zur Bewässerung der Pflanzen gespeichert.
Eine Doppelfassade schützt vor Schallemissionen. In die äußere Fassadenschicht ist ein vertikaler Spalt eingefügt, um Frischluft in den Hohlraum zu leiten und zu hohe Temperaturen im Hohlraum zu vermeiden.
Transsolar hat Sonneneinstrahlungs- und Tageslichtanalysen durchgeführt, um die solaren Gewinne und den Tageslichtkomfort für die Nutzer des Raums zu bewerten.
Maßnahmen für geringen Energieverbrauch und CO2-Fußabdruck sind unter anderem Quelllüftung und bedarfsgesteuerte Volumenströme über CO2-Sensoren. Sorptionsräder gewinnen Wärme und zugleich Feuchtigkeit aus der Abluft zurück und geben sie an die Frischluft ab. Die Nutzung beider Seiten der Wärmepumpe zur "Wärmeverschiebung" bei gleichzeitigem Heiz- und Kühlbedarf unterstützt ein Niedrigexergie-System mit einer maximalen Fluidheiztemperatur von 50°C. Eine Photovoltaikanlage speist erneuerbaren Strom in das lokale Netz ein.